.

Geltungszeitraum von: 01.11.2008

Geltungszeitraum bis: 30.04.2016

Satzung der Evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück

Vom 27. Februar 2008

(KABl. 2008 S. 281)

Präambel
1 Die von Gott ausgehende Versöhnung mit den Menschen durch Jesus Christus zu verkündigen und zu leben – dazu haben sich die Evangelische Kirchengemeinde Rheda und die Evangelische Kirchengemeinde Wiedenbrück vereinigt. 2 Sie bilden eine neue Kirchengemeinde mit dem Namen Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück.
3 Zur Ordnung und Regelung ihrer Arbeit gibt sie sich gemäß Artikel 742# und 77 Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen (KO)3# die folgende Satzung:
####

§ 1
Presbyterium

( 1 ) 1 Die Kirchengemeinde wird vom Presbyterium geleitet. 2 Es vertritt die Kirchengemeinde im Rechtsverkehr. 3 Das Presbyterium entscheidet in allen Angelegenheiten, die ihm nach den kirchenrechtlichen Vorschriften übertragen sind, sofern sie nicht nach den Bestimmungen dieser Satzung auf einen Ausschuss delegiert werden.
( 2 ) 1 Das Presbyterium bildet Bezirksausschüsse gemäß Artikel 74 Absatz 2 KO4# (§ 2 dieser Satzung) und Fachausschüsse gemäß Artikel 74 Absatz 3 KO5# (§ 3 ff. dieser Satzung). 2 Das Presbyterium kann im Rahmen einer Satzungsänderung weitere Ausschüsse gemäß Artikel 74 KO6# einrichten.
( 3 ) Jährlich weist das Presbyterium den Bezirksausschüssen und den Fachausschüssen im Rahmen des Gesamthaushaltes Mittel zu, über die diese verfügen können.
#

§ 2
Bezirksausschüsse

( 1 ) 1 Die Kirchengemeinde bildet folgende Gemeindebezirke:
  1. Herzebrock-Clarholz, bestehend aus der Kommunalgemeinde Herzebrock-Clarholz;
  2. Langenberg, bestehend aus der Kommunalgemeinde Langenberg;
  3. Rheda, bestehend aus dem Stadtgebiet Rheda-Wiedenbrück nördlich der Autobahn A2 ohne die gesamten Ortsteile Lintel und St. Vit;
  4. Wiedenbrück, bestehend aus dem Stadtgebiet Rheda-Wiedenbrück südlich der Autobahn A2 sowie den gesamten Ortsteilen Lintel und St. Vit.
2 Für jeden Gemeindebezirk wird ein Bezirksausschuss gebildet.
( 2 ) 1 Die Bezirksausschüsse arbeiten innerhalb der ihnen übertragenen Zuständigkeiten auf der Grundlage der Rahmenbeschlüsse des Presbyteriums und des vom Presbyterium beschlossenen Haushaltsplanes. 2 Sie setzen die Gemeindekonzeption im Bezirk um und entwickeln sie weiter.
( 3 ) Die Bezirksausschüsse beraten über
  1. die für die Gemeindearbeit im Bezirk zu beantragenden Mittel;
  2. die Einstellung und Entlassung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Stellen ihrem Bezirk zugeordnet sind;
und legen Anträge den zuständigen Fachausschüssen oder dem Presbyterium zur Beschlussfassung vor.
( 4 ) Die Bezirksausschüsse entscheiden über
  1. die Nutzung der Gebäude in ihrem Bezirk;
  2. die Verwaltung und Verteilung der im Haushaltsplan für den jeweiligen Bezirk zugeteilten Finanzmittel.
( 5 ) Die Bezirksausschüsse begleiten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Bezirk.
( 6 ) 1 Mitglieder der Bezirksausschüsse sind die zum Bezirk gehörenden Mitglieder des Presbyteriums. 2 Darüber hinaus sollen ihnen bis zu fünf im Gemeindebezirk tätige haupt- und nebenberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Gemeindeglieder, die die Befähigung zum Amt einer Presbyterin oder eines Presbyters haben, angehören. 3 Sie werden von den einzelnen Bezirksausschüssen dem Presbyterium vorgeschlagen und in der ersten Sitzung des Presbyteriums nach Abschluss der Presbyteriumswahl für vier Jahre berufen. 4 Bei der Berufung ist eine gleichmäßige Berücksichtigung von Frauen und Männern anzustreben.
( 7 ) Die Bezirksausschüsse wählen die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und die stellvertretende Vorsitzende oder den stellvertretenden Vorsitzenden aus ihrer Mitte.
( 8 ) 1 Die Sitzungen der Bezirksausschüsse werden durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden einberufen und geleitet. 2 Über die Verhandlungen der Bezirksausschüsse sind Niederschriften zu fertigen und den Mitgliedern des jeweiligen Bezirksausschusses und den Mitgliedern des Presbyteriums zur Kenntnis zu geben. 3 Im Übrigen gelten für die Beschlussfähigkeit, Abstimmungen und die Geschäftsführung der Bezirksausschüsse die entsprechenden Bestimmungen der Kirchenordnung7# für die Presbyterien.
#

§ 3
Fachausschüsse

( 1 ) 1 Die Kirchengemeinde bildet folgende Fachbereiche:
  1. Gemeindeaufbau und Verkündigung (§ 4);
  2. Finanzen und Verwaltung (§ 5);
  3. Bauten und Liegenschaften (§ 6);
  4. Kindertageseinrichtungen (§ 7);
  5. Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit (§ 8);
  6. Kirchenmusik (§ 9);
  7. Diakonie und Seniorenarbeit (§ 10);
  8. Öffentlichkeitsarbeit (§ 11);
  9. Friedhof (§ 12).
2 Für jeden Fachbereich wird ein Fachausschuss gebildet.
( 2 ) Die Fachausschüsse arbeiten innerhalb der ihnen übertragenen Zuständigkeit auf der Grundlage des vom Presbyterium beschlossenen Haushaltsplans und anderer Rahmenbeschlüsse des Presbyteriums.
( 3 ) 1 Die Mitglieder der Fachausschüsse werden in der ersten Sitzung des Presbyteriums nach Abschluss der Presbyteriumswahl für vier Jahre berufen. 2 Jeder Fachausschuss ist mit mindestens einem gewählten Mitglied des Presbyteriums zu besetzen.
3 Das Presbyterium beruft
  1. aus möglichst jedem Bezirk ein oder mehrere gewählte Mitglieder des Presbyteriums;
  2. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Fachbereichen tätig sind;
  3. mindestens zwei sachkundige Gemeindeglieder, die die Befähigung zum Amt einer Presbyterin oder eines Presbyters haben und
  4. mindestens eine Pfarrerin/einen Pfarrer der Gemeinde.
4 Bei der Berufung ist eine gleichmäßige Berücksichtigung von Frauen und Männern anzustreben.
( 4 ) Die Fachausschüsse wählen die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und die stellvertretende Vorsitzende oder den stellvertretenden Vorsitzenden aus ihrer Mitte.
( 5 ) 1 Die Sitzungen der Fachausschüsse werden durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden einberufen und geleitet. 2 Über die Verhandlungen der Fachausschüsse sind Niederschriften zu fertigen und den Mitgliedern des jeweiligen Fachausschusses und den Mitgliedern des Presbyteriums zur Kenntnis zu geben. 3 Im Übrigen gelten für die Beschlussfähigkeit, Abstimmungen und die Geschäftsführung der Fachausschüsse die entsprechenden Bestimmungen der Kirchenordnung8# für Presbyterien.
#

§ 4
Fachausschuss für Gemeindeaufbau und Verkündigung

Der Fachausschuss für Gemeindeaufbau und Verkündigung hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereiches;
  2. er erarbeitet Konzepte und Standards;
  3. er ist zuständig für die Entwicklung und Umsetzung eines Gemeindekonzepts in Zusammenarbeit mit den Bezirksausschüssen;
  4. er bereitet in Zusammenarbeit mit den Bezirksausschüssen für das Presbyterium Beschlüsse über die Veränderung der Form von Gottesdiensten, Abendmahlsfeiern und Kasualien vor;
  5. er sorgt für die Gewinnung, Ausbildung und Begleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
#

§ 5
Fachausschuss für Finanzen und Verwaltung

Der Fachausschuss für Finanzen und Verwaltung hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereichs;
  2. er erarbeitet Konzepte und Standards für die Verwaltung;
  3. er begleitet die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden im Bereich der Verwaltung;
  4. er erstellt den Haushaltsplanentwurf, einschließlich des Stellenplanes;
  5. er erstellt die Entwürfe von Kostendeckungsplänen für besondere Vorhaben gemäß § 83 VwO9#;
  6. er bereitet die Beschlüsse über die Aufnahme von Darlehen im Rahmen der Kostendeckungspläne vor;
  7. er erstellt die Finanzierungsvorschläge für außer- und überplanmäßige Ausgaben gemäß § 86 VwO10#;
  8. er bereitet die Stellungnahmen im Rahmen der Rechnungsprüfung vor.
#

§ 6
Fachausschuss für Bauten und Liegenschaften

Der Fachausschuss für Bauten und Liegenschaften hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereichs;
  2. er erstellt die gesamte Bauplanung der Kirchengemeinde und entwickelt sie weiter;
  3. er bereitet die Beschlüsse über Vermietung, Verpachtung und Vergabe von Erbbaurechten und sonstigen Grundstücksangelegenheiten vor;
  4. er überprüft die Versicherungen für die Gebäude und Liegenschaften;
  5. er erstellt die Prioritätenlisten für Neubauten, Umbauten und Sanierungsmaßnahmen der Gebäude und schreibt sie fort;
  6. er stellt die Finanzierungspläne für Einzelmaßnahmen nach den Prioritätenlisten auf;
  7. er plant und überwacht die Durchführung von Baumaßnahmen;
  8. er stellt die Endabrechnungen von Baumaßnahmen fest;
  9. er plant die Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der Gebäude;
  10. er übernimmt die Durchführung der jährlichen Grundstücks- und Gebäudebegehung (§ 33 Absatz 2 VwO11#) in Zusammenarbeit mit den Bezirken;
  11. er gibt Stellungnahmen zu Anhörungen in Planungsverfahren ab;
  12. er berücksichtigt ökologische Kriterien für seine Aufgaben.
#

§ 7
Fachausschuss für Kindertageseinrichtungen

Der Fachausschuss für Kindertageseinrichtungen hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereiches;
  2. er erarbeitet Konzepte und Standards;
  3. er begleitet die Arbeit in den gemeindlichen Tageseinrichtungen für Kinder;
  4. er begleitet die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
  5. er bereitet für das Presbyterium Beschlüsse über Personalmaßnahmen, Arbeitszeitregelungen, Öffnungszeiten und andere Angelegenheiten der Tageseinrichtungen für Kinder vor;
  6. er pflegt Kontakte zu anderen regionalen und überregionalen Trägern sowie entsprechenden Fachverbänden der Arbeit in Kindertageseinrichtungen.
#

§ 8
Fachausschuss für Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit

Der Fachausschuss für Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereiches;
  2. er erarbeitet Konzepte und Standards;
  3. er begleitet die Gruppen und Einrichtungen;
  4. er begleitet die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
  5. er bereitet für das Presbyterium Beschlüsse über Personalmaßnahmen, Arbeitszeitregelungen und andere Angelegenheiten der gemeindlichen Jugendarbeit vor;
  6. er pflegt Kontakte zum Kreisjugendamt, zu anderen regionalen und überregionalen Trägern sowie entsprechenden Fachverbänden der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
#

§ 9
Fachausschuss für Kirchenmusik

Der Fachausschuss für Kirchenmusik hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereiches;
  2. er erarbeitet Konzepte und Standards;
  3. er unterstützt und koordiniert die Arbeit der kirchenmusikalischen Arbeit in der Kirchengemeinde;
  4. er begleitet die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
  5. er bereitet für das Presbyterium Beschlüsse über Personalmaßnahmen, Arbeitszeitregelungen und andere Angelegenheiten im Bereich der kirchenmusikalischen Arbeit vor.
#

§ 10
Fachausschuss für Diakonie und Seniorenarbeit

Der Fachausschuss für Diakonie und Seniorenarbeit hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereiches;
  2. er pflegt die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Diakonie und Seniorenarbeit auf dem Gebiet der Kirchengemeinde;
  3. er fördert die diakonische Arbeit innerhalb der Kirchengemeinde sowie die Arbeit mit Senioren;
  4. er begleitet die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
  5. er pflegt die Zusammenarbeit mit der Diakonie–Gütersloh e.V. und hält den Kontakt zu ihrer Mitgliederversammlung.
#

§ 11
Fachausschuss für Öffentlichkeitsarbeit

Der Fachausschuss für Öffentlichkeitsarbeit hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereichs;
  2. er erarbeitet Konzepte und Standards;
  3. er gestaltet und koordiniert die Darstellung der Gemeinde in der Öffentlichkeit;
  4. er ist für die Erstellung eines regelmäßig erscheinenden Gemeindebriefes verantwortlich.
#

§ 12
Fachausschuss für Friedhofsangelegenheiten

Der Fachausschuss für Friedhofsangelegenheiten hat folgende Aufgaben:
  1. Er berät das Presbyterium in allen Angelegenheiten des Fachbereiches;
  2. er bereitet für das Presbyterium Beschlüsse über Friedhofssatzung und Friedhofsgebührensatzung, über Personalmaßnahmen und andere den Friedhof betreffende Angelegenheiten vor;
  3. er begleitet die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
  4. er sorgt für die Pflege und Bewahrung des Friedhofs.
#

§ 13
Grundsätze der Zusammenarbeit

( 1 ) Das Presbyterium und alle Ausschüsse unterstützen sich gegenseitig bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und stellen sich die erforderlichen Informationen und Unterlagen zur Verfügung.
( 2 ) 1 Angelegenheiten, die die Zuständigkeit mehrerer Ausschüsse berühren, werden im gegenseitigen Einvernehmen entschieden. 2 Wird ein Einvernehmen nicht erzielt, entscheidet das Presbyterium.
#

§ 14
Geschäftsordnung

Das Presbyterium kann weitere Einzelheiten der Geschäftsführung und der Zusammenarbeit des Presbyteriums und der Ausschüsse in einer Geschäftsordnung regeln.
#

§ 15
Verwaltung

Das Presbyterium und die Ausschüsse bedienen sich zur Vorbereitung und Durchführung ihrer Aufgaben des Gemeindebüros, und des Kreiskirchenamtes.
#

§ 16
Inkrafttreten

( 1 ) Die Satzung tritt mit der Veröffentlichung im Kirchlichen Amtsblatt in Kraft.
( 2 ) § 2 der Satzung wird nach Ablauf von fünf Jahren überprüft und bedarf zur Geltung für die Zeit ab dem 1. Januar 2014 des erneuten Beschlusses des Presbyteriums.
( 3 ) Jeder Beschluss des Presbyteriums zur Änderung oder Aufhebung der Satzung bedarf der Genehmigung des Landeskirchenamtes und der Veröffentlichung im Kirchlichen Amtsblatt.

#
1 ↑ Die Inhaltsübersicht ist nicht Bestandteil dieser Satzung.
#
2 ↑ Nr. 1
#
3 ↑ Nr. 1
#
4 ↑ Nr. 1
#
5 ↑ Nr. 1
#
6 ↑ Nr. 1
#
7 ↑ Nr. 1
#
8 ↑ Nr. 1
#
9 ↑ Nr. 800
#
10 ↑ Nr. 800
#
11 ↑ Nr. 800